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Jahresfahrt nach Kranichstein und Darmstadt am 11. September
Für eine kurze Anfahrt und ein zweiteiliges Programm hat sich der Vorstand des Fördervereins in diesem Jahr entschieden. Jagdschloß Kranichstein steht – wie das Schloßmuseum, das Prinz-Georgs-Palais, das Hessische Landesmuseum und die Mathildenhöhe – im Kontext der Darmstädter Museumslandschaft, die bis heute wesentliche Bestände aus dem hessen-darmstädtischen Fürstenhaus bewahrt und präsentiert.
Das Jagdschloß Kranichstein, erbaut im 16. Jahrhundert, beherbergt heute ein kulturhistorisches Museum sowie ein Vier-Sterne-Hotel. Es liegt in einer landschaftlich reizvollen Umgebung mit Wäldern, Wiesen und Teichen im Norden Darmstadts. Die dreiflügelige Renaissanceanlage ist unter Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596) aus einem Hofgut entstanden,
Im Jahr 1917 begann Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein die jagdhistorische Sammlung seines Hauses im Schloß Kranichstein zusammenzuziehen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ab 1939 führte man die Gebäude vorübergehend einer sozialen Nutzung und Ausbildungszwecken zu. Das sanierte Gebäude mit dem neu konzipierten „Rundgang zur Geschichte der Jagd“ konnte gleichzeitig mit der kulturgeschichtlichen Abteilung 1998 wiedereröffnet werden.
Das Bioversum Kranichstein ist Teil des Ensembles Jagdschloß Kranichstein. Im Zeughaus untergebracht, liegt es in einer Kulturlandschaft mit einer außergewöhnlichen Vielfalt an Arten und Lebensräumen: vom Buchenwald mit natürlichen Bachläufen über Fischteiche, Wiesen und Felder bis hin zum historischen Schlosspark. Als Zeugnis der Hessischen- Darmstadt Landesgeschichte ist es ein lebendiges Beispiel dafür, wie eng unsere Kulturgeschichte mit der Naturgeschichte verwoben ist.
Der Besucher blickt durch eine riesige Vitrine in eine lebensechte, auf kleinem Raum komprimierte große Welt der Vielfalt, ein Stück Buchenwald. Hier kommt zusammen, was der Wald an „Vielfalt des Lebens“ zu bieten hat: 17 Themenstationen zur Vielfalt der Gene, der Arten und der Lebensräume beziehen sich auf diesen Wald. Wie in einer Waldwerkstatt können kleine und große Forschungsreisende hier suchen, entdecken, hören und spielen und Säuger, Mikroorganismen, Pilze oder Stockwerke des Waldes einmal genau unter die Lupe nehmen. Einen weiteren Ausstellungsschwerpunkt beherbergt der Raum „Biologische Invasionen“. Nichts bleibt, wie und wo es ist. Die Tier- und Pflanzenwelt ist dauernd in Bewegung, Arten breiten sich aus, erobern neue Gebiete und können dabei andere Arten verdrängen. Alles, was wir tun, hat Folgen. Ob unsere Gartengestaltung, die Forst- und Landwirtschaft, die Jagd oder der Luft- und Schiffsverkehr – alles hat Konsequenzen für die biologische Vielfalt. Neun Themenstationen im Raum „Biologische Invasionen“ schärfen dafür unser Bewusstsein.
Der zweite Teil des Ausflugs führt zur Mathildenhöhe Darmstadt und zum Jugendstil in Darmstadt von 1899 bis 1914. Die ständige Sammlung zum Darmstädter Jugendstil im 1901 erbauten Ernst-Ludwig-Haus dokumentiert die Geschichte und das Wirken der Darmstädter Künstlerkolonie (1899 bis 1914) und gibt einen Überblick über das umfassende kreative Schaffen und die avantgardistischen Leistungen ihrer Mitglieder. Gezeigt werden Meisterwerke von so namhaften Künstlern wie Peter Behrens, Hans Christiansen, Bernhard Hoetger oder Joseph Maria Olbrich. Mit räumlichen Gesamtensembles wie dem Wertheim-Speisezimmer von Behrens wird die Idee des Gesamtkunstwerks als Ideal der Jugendstilbewegung in der Sammlungspräsentation erlebbar gemacht. Das von Joseph Maria Olbrich errichtete Ernst-Ludwig-Haus – mit seiner beeindruckenden Südfassade, flankiert von zwei gewaltigen Monumentalfiguren des Bildhauers Ludwig – kann selbst als wahres Jugendstiljuwel bezeichnet werden. Neben der ständigen Ausstellung bieten die Bildhauerateliers des Museums zusätzlichen Platz für kulturhistorische Präsentationen und Sonderausstellungen zu aktuellen Designpositionen.
Der Ausflug dauert von 8 – 20 Uhr. Der Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. Die Anmeldung nimmt das Museum entgegen ab 15.7.2010, ebenso ist eine Anmeldung auf der Homepage des Fördervereins möglich (www.freundeskreis-museum-butzbach.de). 25 € werden als Unkostenbeitrag erhoben, bei Anmeldung eine Anzahlung von 15 €.
Das Mittagessen ist in Kranichstein vorgesehen, auf der Mathildenhöhe wird es eine Führung geben.
Ansprechpartnerin für den Ausflug ist die 2. Vorsitzende Doris Dotzler, Telefon 06032/81550.
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